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Vortrag: Der Darm, unser 2. Gehirn PDF Drucken
Freitag, den 29. Mai 2009 um 09:10 Uhr

kerstinrufAm 27.05.2009 referierte Kerstin Ruf, Gesundheistscoach aus Remscheid, zum Thema "Der Darm, unser 2. Gehirn".

Der Darm hat nicht nur durch seine Form Ähnlichkeit mit unserem Gehirn, sondern auch durch seine unabhängigen Aufgaben und die gegenseitige Kommunikation mit dem Gehirn über das vegetative Nervensystem.

Die für uns lebenswichtigen Aufgaben des Darmes sind folgende:

  1. Die Ausscheidung von nicht mehr Verwertbarem:
    Für diese Aufgabe muss der Darm gut beweglich sein, um den Nahrungsbrei bis zum Ausgang weitertransportieren zu können. Ebenso muss die Darmschleimhaut intakt sein, damit keine für unseren Körper schädlichen Inhaltstoffe durch die Darmwand in unseren Körper gelangen.
  2. Die Nährstoffaufnahme zur Versorgung unserer Körperzellen und Organe erfolgt durch die Darmwand. Diese muss also auch wegen der Verstoffwechselung intakt sein, damit die aufgeschlüsselten Nahrungsbestandteile (Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, etc.) durch die Darmwand über die Blut- und Lymphbahnen zu den entsprechenden Organen gelangen können.
  3. Der Darm als Sitz der Gefühle, mit ca. 10 Mill. Nervenzellen, ist uns allen bekannt wegen der vielen Redewendungen, die sich auf Magen und Darm beziehen („Wut - (Schmetterlinge) - im Bauch", etc.), wegen der bekannten Darmreaktionen bei Aufregung o. dergl. („ vor Aufregung nichts essen können", Durchfall, etc.). Beim Hunger- und Sättigungsgefühl arbeiten Darm und Gehirn zusammen.
  4. Unsere Immunabwehr befindet sich zu 80% im Darm, die restlichen 20% sind auf die restlichen Abwehrmechanismen unseres Körpers verteilt, wie Mandeln, Blinddarm, Lymphknoten etc. . Das bedeutet, dass Bakterien, Viren, die in unseren Darm über die Nahrung gelangen, optimalerweise dort auch vernichtet werden sollten - also nichts durch die Darmwand in unseren Organismus gelangen sollte.

Diese Unterscheidung
- Abwehr der ungesunden Nahrungsbestandteile (4) und
- Durchlassen der guten und gesunden Nahrungsbestandteile (2)
ist nur möglich, wenn die Darmwand voll funktionsfähig ist und erkennt, welche Bestandteile durchzulassen sind in unseren Organismus und welche nicht. Kann der Darm diese Aufgaben nicht optimal erfüllen, besteht die Möglichkeit einer sog. Darmverschlackung, mit den entsprechenden gesundheitlichen Reaktionen. (Hippokrates: Der Tod sitzt im Darm!)

 

Aber wir können den Darm - das Tor zu unserer Gesundheit - unterstützen.

Die Gesundheit ist wie das Dach eines Hauses, das auf mehreren Säulen steht. Ist eine Säule defekt, ist das Dach Einsturz gefährdet - so auch unsere Gesundheit. Denn die Gesundheit ist nicht die Abwesenheit von Krankheit, sondern setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen:
ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, Entspannung und Regeneration
und ein soziales Umfeld, in dem sich der Mensch wohl fühlt.