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Am 25.02.2009 referierte Katharina Neubacher, Psychologische Lern- u. Lebensberaterin aus Remscheid, zum Thema „Burn out – nur eine Modekrankheit?"
Wer nicht brennt, kann auch nicht ausbrennen !
Im Jahr 1974 wurde der Ausdruck Burn out von dem in Amerika lebenden deutschstämmigen Psychoanalytiker Herbert Freudenberger geprägt.
Seinerzeit 1974 galten hauptsächlich Personen in helfenden und sozialen Berufsgruppen als besonders gefährdet; heutzutage kann Burn out in jeder Berufsgruppe vorkommen.
Besonders gefährdet sind: - Lehrer - Pflegeberufe - Ärzte und Therapeuten - Selbstständige - leitende Angestellte - Frauen in Doppelbelastung
In den Klassifikationen der WHO gibt es keine einheitliche Definition des Burn out Syndroms; d.h. Burn out ist keine wirklich anerkannte Krankheit. Der Begriff bezeichnet vielmehr einen Zustand von tiefer
- körperlicher - emotionaler und - geistiger Erschöpfung - reduzierter Leistungsfähigkeit - evt. Depersonalisation entstanden aus einer hochkomplexen Situation infolge einer Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität.
Interne und externe Faktoren, die Burn out begünstigen können:
Routine Arbeiten ohne persönliche Weiterentwicklung Quantitative und qualitative Arbeitsbelastung (Papierkrieg, Rollenkonflikt) Übermäßige Kontrolle durch den Vorgesetzten Hoher Arbeitsdruck bei geringen persönlichen Gestaltungsmöglichkeiten (Hamsterradsyndrom) Stress in der Familie Keine Freunde Instabile Partnerschaft
Häufige Komorbidität: Suchterkrankungen wie Alkohol, Nikotin, Tabletten; Depression 7-Phasen-Modell des Burn out: (in Anlehnung an die Modelle von Burisch und Jörg-Peter Schröder)
Burn out ist ein Prozess, der oftmals schon viele Jahre andauert, bevor die Betroffenen die Symptomatik ernst nehmen und sich auf den Weg der Veränderung/Besserung machen. Allerdings: je länger ein Individuum in einen Burn out hineinfährt, genauso lange dauert es auch, wieder herauszukommen; Es gibt keine Sofortlösungen oder gar eine „Pille", die die Symptomatik wegzaubert. Starke Verleugnungs- und Verdrängungsmechanismen verhindern oft einen schnellen Ausstieg aus der Burn out Spirale/Verbesserung der Symptomatik !
Die Phasen lassen sich einteilen in Idealistische Begeisterung, Rückzug - Gefühl der Ernüchterung, Emotionale Reaktion, Abbau von Konzentration, Desinteresse, psychosomatische Reaktionen, Verzweiflung bis hin zu Suizidgedanken. Professionelle Hilfe ist hier wichtig !!! Die Phasen gehen fließend ineinander über und nicht jedes Symptom muss auftreten. Als Prophylaxe gegen einen Burn out bieten sich neben sportlichen Aktivitäten, gesunder Ernährung (keine Diät) und kognitiver Umstrukturierung u.a. auch die Aneignung der 7 Prinzipien der Achtsamkeit nach Jon Kabat-Zinn an:
1. Nicht beurteilen - beobachten ohne zu bewerten 2. Geduld - jedes Ding hat seine Zeit 3. Den Geist des Anfängers wahren - mit den Augen eines Kindes sehen 4. Vertrauen - in die eigenen Fähigkeiten/Signale des Körpers 5. Nicht-Greifen - Gedanken ziehen lassen 6. Akzeptanz - bewusstes Annehmen der Situation, offen sein 7. Loslassen - Raum für Bewegung, Entfaltung, dadurch tritt Entspannung ein
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